• wiedermorgenmond

  • Meine Welt ist Gefühl …

    Jeder Augenblick ist es wert, von ganzem Herzen ausgekostet zu werden.
    Ferne Realitäten sind die Heimat meiner umherirrenden Gedanken.
    Und Schreiben ist der letzte Anker 
in der flüchtigen Endlosigkeit der Zeit.

    Willkommen in der Welt meiner Worte.

  • © wiedermorgenmond | lyenn_

  • GEDANKENSPLITTER #05 | zwischen spiegelgeistern

    . . .

    es fühlt sich so komisch an, jemanden zu vermissen.
    weiss nicht ob ich traurig bin

    da ist einfach erstmal nichts übrig
    so viel noch an das ich denke

    wenn du da wärst, würde ich lachen darüber
    aber jetzt fehlt mir der grund

    wo nur ist die energie, wenn doch die sonne draussen scheint ?
    fühle mich zeitlos vielleicht leblos

    aber es ist schön, dich zu vermissen
    es fühlt sich bloss so komisch an.

    HERZZEILEN #03 | tagebuch ungedachter worte

    . . .

    als wären sie geister vertreibt
    mein leben die erinnerungen
    an die wenigen tage bei dir
    und machen meine herzräume leer.

    und alles was ich glaubte zu sein
    wird flüchtig und unwirklich
    unter der fernen wucht
    meiner liebe mit dir.

    haltlos falle ich in den raum dazwischen
    und verliere mich nur halb in vagem traum

    GEFÜHLSWIND #01 | barfuss auf seifenblasen

    . . .

    deine hand halten und spüren
    was ich dir geben kann

    während du mir von den schatten in deinem herzen erzählst
    und dem lichtfunken der sie vertreibt
    der dich heilen kann einfach

    indem er deine hand hält
    und dir zuhört.

    HERZZEILEN #02 | tagebuch ungedachter worte

    . . .

    Verliebtheit ist ein kleines mädchen
    das schmetterlinge fängt
    sie einschliesst in ein Glas und keinen
    jemals sehen lässt.

    Verliebtheit hat ein herz aus licht
    klirrend rein und hell und fein
    einer Seifenblase gleich die nie
    ein andrer fassen kann.

    und Liebe ist des mädchens tod
    das schweigend glücklich weicht –
    denn im Leben, das zuviel verlangt
    hat sie ihr höchstes schon erreicht.

    HERZZEILEN #01 | tagebuch ungedachter worte

    . . .

    schmetterlinge.
    schwarze schmetterlinge da
    wo sie nicht hätten sein dürfen.
    schmetterlinge aus glas …

    ein mädchen.
    ein mädchen rein und sorgenfrei
    ein unschuldig kinderherz mit dem mut zu träumen.
    und schmetterlinge da wo sie nicht hätten sein dürfen …

    ein anderer.
  ein anderer, liebevoll und fürsorglich
  ein verirrter geist auf der suche nach geteiltem glück.
  und die zarten schmetterlinge die seine ankunft begleiteten …

    so gleich waren sie sich, so unerhofft nah
    und so unerreichbar voneinander entfernt.
    ungeahntes glück und hoffnungslosigkeit
    zärtlichkeit und unerträgliche härte
    doch das mädchen liess es zu
    das mädchen mit dem mut zu träumen.
    und die schmetterlinge wurden zu glas …

    gemeinsam träumten sie
    träumten vom lieben und einem leben und von tagen
    die niemals kommen würden.
    gemeinsam quälten sie sich
    mit der gewissheit um vergänglichkeit.
    sie genossen die zarten flügelschläge
    dieser schmetterlinge aus glas …

    das mädchen lachte und strahlte
    und weinte bittere tränen aus gold.
    die schmetterlinge hielten sie gefangen
    die schwarzen schmetterlinge die das unglück in sich trugen
    ein gefühl der wahrhaftigkeit und vollkommenheit verströmend
    im viel zu verletzlichen herzen der mädchens
    mit dem mut zu träumen …

    und die schmetterlinge
    die schmetterlinge aus glas
    bekamen risse ob der gewaltigkeit der freigelegten emotion
    verglühten im feuer der leidenschaft und der
    trauer, der tragik und des leidvollen abschieds.
    und ihr glas zerbarst …

    doch die splitter der schwarzen schmetterlinge
    der schwarzen schmetterlinge aus glas, sie blieben.
    sie blieben auf ewig im herzen des mädchens
    des törichten mädchens mit dem mut
    zu träumen.